Das Problem bei Dickdarmkrebs stellt die Tatsache dar, dass charakteristische Frühsymptome fehlen. Symptome treten meist erst bei fortgeschrittener Erkrankung auf. Daher kommt den Tumor-Vorsorgeuntersuchungen so viel Bedeutung zu (siehe unten).

Lokale Symptome bei Dickdarmkrebs

  • Blutbeimengungen im Stuhl
  • Anhaltende Änderungen der Stuhlgewohnheiten (Durchfall / Verstopfung)
  • Bauchschmerzen, meist krampfartig
  • Darmverschluss (Ileus)

Allgemeinsymptome bei Dickdarmkrebs

  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Leistungsknick
  • Symptome der Blutarmut (Anämie): Blässe, verminderte Belastbarkeit, Pulsrasen selbst bei geringer Belastung

Spätestens dann sollten Sie zum Arzt ! Besser wäre es jedoch es nicht soweit kommen zu lassen und aktiv Vorsorge zu betreiben.

Tumor-Vorsorgeuntersuchung

Die Rationale dafür ist die Tatsache, dass die meisten bösartigen Dickdarmtumoren aus Polypen entstehen und dass die Krebsentartung (maligne Transformation) meist mehrere Jahre dauert. Wird ein Dickdarmpolyp rechtzeitig entdeckt, kann man diesen abtragen und damit den Ausbruch einer Darmkrebserkrankung verhindern. Idealerweise sollte eine Vorsorge-Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden. Bei unauffälligem Befund erst wieder im 60. LJ etc. Wirklich gute Alternativen dazu gibt es eigentlich nicht. Stuhluntersuchungen auf Blut sind als Vorsorgeuntersuchung dadurch limitiert, dass Polypen meist nicht bluten. Diese Tests sind meist erst „positiv“, wenn das Karzinom schon entstanden ist.