Heilungschancen bei Tumoren des Magendarmtraktes

Verständlicherweise wollen Sie als Patient, auch als Freund oder Angehöriger, im Falle einer Magendarmkrebs-Erkrankung es genau wissen: Kann ich geheilt werden? Wie hoch sind meine Überlebenschancen? Kurzum: Wie lautet die Prognose?

Die Angaben zur Prognose sind immer Durchschnittswerte, die an vielen tausenden von Patienten erhoben wurden. Sie geben eine gewisse Wahrscheinlichkeit für den Ausgang der Erkrankung wieder, eine genaue Vorhersage für Sie als einzelnen Patienten lässt sich damit aber nicht ableiten. Angaben zur Prognose können daher immer nur zur Orientierung dienen.

Prinzipiell gilt, je früher eine Karzinomerkrankung diagnostiziert wird, je früher also das Stadium zum Zeitpunkt der Erstdiagnose ist, desto besser ist die Prognose bzw. sind die Überlebenschancen. Aufgrund verbesserter operativer Techniken, vor allem wenn diese in einem Schwerpunktskrankenhaus von erfahrenen Operateuren umgesetzt werden und durch die Verfügbarkeit einer Vielzahl neuer und besser wirksamen Chemo- und Immuntherapeutika hat sich die Prognose bei den meisten Tumorerkrankungen (vor allem im Bereich des Magendarmtraktes) verbessert.

Zu einer Verbesserung der Prognose haben sicherlich auch die zahlreichen, zumeist international erfolgten klinischen Studien beigetragen. Diese haben vor allem auch zur Erkenntnis geführt, dass die meisten Tumorerkrankungen nur interdisziplinär, d,h. durch die akkordierte Zusammenarbeit von verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen (Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Gastroenterologen, Radiologen und Pathologen) optimal behandelt werden können.

Österreich ist übrigens mit an der Spitze bei den Überlebensraten in Europa: Rund 61% der Betroffenen leben länger als 5 Jahre.

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